Vorstoß in den Süden

Nach der mühsamen 2017er Expedition mit der erst in allerletzer Minute gefundenen Fortsetzung „Last Chance Gallery“ fand heuer im August die nun schon 5. gemeinsame Grieskar-Expedition mit französischen Höhlenforschern statt.
Mit dabei waren bei dieser 8-tägigen Expedition 6 Kollegen aus Frankreich sowie einer aus der französisch-sprachigen Schweiz. Die österreichische Beteiligung hielt sich mit nur einem Teilnehmer leider ziemlich in Grenzen (Hans hat sich zwar raufgemüht, war aber leider nicht dazu zu bewegen, mit reinzukommen 🙂 ).

Hauptziel war, eine erst wenige Wochen vor der Expedition entdeckte, relativ weit südlich gelegene Höhle mit dem Grieskarsystem zu verbinden. Das würde die zukünftigen Forschungen durch einen kürzeren Weg ins Neuland sehr vereinfachen.

Eine erste Erkundungstour in diese Höhle zeigte, dass es da großes Forschungspotential gibt. Der 60m tiefe Einstiegsschacht ist oben noch immer ziemlich vereist, der Schachtboden ist mit einer 1-2m dicken Eisschicht bedeckt, aus der sich eine ca. 20m hohe Schnee- und Eisrampe erhebt.

Wir bildeten daraufhin 2 Teams. Ein Team sollte versuchen, durch die neue Höhle einen Weg ins Grieskarsystem zu finden, das andere Team (dem ich angehörte) sollte im Zuge einer 3-tägigen Biwaktour die großen Fortsetzungen hinter der „Last Chance Gallery“ erkunden.

Nachfolgend einige Bilder von dieser 3-tägigen Tour, bei der wir sehr große Gänge und Hallen gefunden haben:

Das andere Team schaffte es im Zuge von mehreren wegfinderisch sehr mühsamen Touren tatsächlich, einen verhältnismäßig einfachen und kurzen Weg durch die neue Höhle  ins Grieskarsystem zu finden.

Damit steht einer sehr spannenden Expedition 2019 nichts mehr im Weg: Da nämlich das Gestein, in dem sich Höhlen bilden können, nach Süden hin immer weiter abfällt (und wir sind jetzt ein gutes Stück weiter nach Süden gekommen), werden wir jetzt wieder in die Tiefe gehn. Vielleicht schaffen wir ja doch noch das ganz ganz große Ziel, die -1000m. Im Bereich des Zwölferkogels und der Grieskarscharte war immer bei Siphonen in ca. 700m Tiefe (wahrscheinlich Gesteinsgrenze) kein Weiter- bzw. Tieferkommen mehr möglich.

Kommentare

  1. alex

    Hallo Franz, hallo Hans,

    Respekt zu dem Geleisteten!
    Was sieht man auf den Bildern ‚2018-Exped-1ni-13‘ und ‚1ni_Exped2018-6‘?

    Ich wünsche euch große Entdeckungen in 2019

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